Bundesweite Analyse des Leistungsniveaus im Rettungsdienst für die Jahre 2020 und 2021 (BASt-Studie)


Seit 1979 wird in regelmäßigen Abständen die bundesweite Analyse des Leistungsniveaus im Rettungsdienst durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) durchgeführt. Für die die Jahre 2020 und 2021 hat die BASt die antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB mit der Untersuchung beauftragt. Diese bundesweite Leistungsanalyse ist eine wichtige Referenzstudie für alle Rettungsdienstbereiche in der Bundesrepublik. Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie ist die aktuelle Analyse des Leistungsniveaus im Rettungsdienst von besonderer Bedeutung, da erstmals bundesweite Daten zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Rettungsdienst erhoben werden.

Neben Untersuchungsmerkmalen wie der Anzahl von Einsatzfahrten und Einsätzen des Rettungsdienstes werden auch relevante Einsatzteilzeiten wie die Hilfsfrist oder die Ausrückzeit untersucht. Hierzu wird bei ausgewählten Erhebungsstellen die Einsatzdokumentation des Rettungsdienstes für die Jahre 2019, 2020 und 2021 vollständig EDV-gestützt erhoben und ausgewertet. Die so ermittelten Ergebnisse werden anschließend für das gesamte Bundesgebiet hochgerechnet. Eine besondere Herausforderung stellen dabei unter anderem die unterschiedlichen Hilfsfristdefinitionen der Bundesländer dar.

Anders als in den vorangegangenen Studien wurden die Erhebungszeiträume auf vollständige Kalenderjahre ausgeweitet. Zudem wird erstmals die Regionalstatistische Raumtypologie (RegioStaR) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) herangezogen, um Untersuchungen zur räumlichen Abgrenzung des Einsatzgeschehens durchführen zu können. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass mittels der RegioStaR der retrospektive Vergleich mit den bisherigen Studienergebnissen und eine wesentlich differenziertere Analyse des Einsatzgeschehens möglich ist. Darüber hinaus berücksichtigt die RegioStaR strukturelle Unterschiede auch innerhalb von Landkreisen, da Rettungsdienstbereiche sich häufig auf der Ebene der kreisangehörigen Gemeinden stark voneinander unterscheiden.