Konzept zur primären Luftrettung in strukturschwachen Gebieten
Website des Projekts PrimAIR

Aufgrund des demographischen und strukturellen Wandels und dem damit einhergehenden weiteren Besiedlungsrückgang wird eine angemessene und gleichzeitig ökonomische medizinische Versorgung der Bevölkerung gering besiedelter ländlicher Gebiete immer schwieriger. Der Kostendruck auf die Krankenkassen und das gesamte Gesundheitswesen führt zur Zentralisierung von Krankenhäusern und der Planung von spezialisiert-versorgenden Einrichtungen. Diese Veränderung der Krankenhausinfrastruktur stellt ebenfalls eine Herausforderung für die präklinische Notfallversorgung dar, da die Krankenhäuser das letzte Glied der Rettungskette bilden.

Bislang werden Rettungshubschrauber in Deutschland grundsätzlich ergänzend zum bodengebundenen Rettungsdienst genutzt, um schnell einen Notarzt zur Einsatzstelle heranzuführen und Notfallpatienten intensivmedizinisch betreut schnell zu Kliniken zu transportieren. Als neuer Ansatz hierzu soll untersucht werden, ob eine luftgestützte Primärrettung auch als Alternative zum bodengebundenen Rettungsdienst implementiert werden kann. Luftrettungsmittel könnten dann größere Gebiete abdecken und Patienten vom Notfallort auf direktem Weg in die für sie geeigneten Kliniken transportieren. Die Potenziale, Grenzen und Anforderungen an solch ein luftgestütztes Primärrettungssystem werden im Forschungsprojekt PrimAIR erforscht.

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