Das Digitalisierungsprojekt Bevölkerungsschutz 4.0 – Risiken und Chancen von IT-Systemen im Einsatz wird im Zeitraum vom 01.01.2020 bis 31.12.2022 durchgeführt und durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gefördert. Be4RCE entwickelt einen Überblick über die Risiken und Chancen von IT-Unterstützungssystemen in der KRITIS-Branche Notfall- und Rettungswesen.

Die Einführung und Nutzung digitaler Unterstützungsprozesse im Bereich des Notfall- und Rettungswesens ist ein heterogener Anpassungs- und Wandlungsprozess, der sich aus technischer Sicht in vielen Bereichen zeigt. Neben der Digitalisierung der Verwaltung, wie es die Aktionspläne Digitale Verwaltung 2020 und Open-Data vorsehen, geschieht auch auf der Ebene der operativen Exekutivorgane in Ausführung der Brand- und Katastrophenschutzgesetze der Länder, der Rettungsgesetze der Länder und auch des Zivilschutzgesetzes des Bundes eine Digitalisierung auf vielen Ebenen. Beispiele hierfür sind Systeme zur digitalen Lageunterstützung, Telenotarztsysteme oder auch Systeme zur elektronischen Erfassung von Daten während des Einsatzes.

 In Be4RCE werden die Funktionen und Prozessabläufe in relevanten Bereichen des Bevölkerungsschutzes und die zum Einsatz kommenden IT-Unterstützungssysteme erfasst sowie in mehreren Stufen kategorisiert. Chancen und Risiken der IT-Systeme und einer weiteren Digitalisierung sowie Automatisierung im Bevölkerungsschutz werden ermittelt und eine Bewertungs- und Analysemethode in Form eines Anwenderleitfadens entwickelt. Potenzielle Nutzer von IT-Systemen werden so in die Lage versetzt, Bewertungen vorzunehmen, zielgerichtet auszuschreiben und Beratungsbedarf zu erkennen. Durch eine enge Abstimmung mit dem Forum Digitale Gefahrenabwehr stellt die antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB die Praxisrelevanz und -akzeptanz sicher.